Professionielles Energiemanagement für Fitnessstudios

October 17, 2015

 

Kostenkontrolle ist ein entscheidender Faktor für wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen.

Die Kosten für Energie werden in der –Fitness- & Gesundheitsbranche leider immer noch nicht mit der Aufmerksamkeit bedacht, die dringend nötig wäre.
 

Allein bei der Strom- und Wärmeversorgung können Studios bis zu 40.000 (!) Euro pro Jahr sparen.
Der Energieberater Holger Roswandowicz zeigt auf, welche Maßnahmen Betreiber treffen können.

 

 

Betrachtet man die Fitnessbranche in ihren heutigen Ausprägungen – wie ich sie etwa bei 150 Premium-Anlagen vorgefunden habe – so hat sie einen hohen Qualitätsstandart entwickelt: Das Programm, Trainingsangebote und die Betreuung der Mitglieder sind professionell, die Kundengewinnung richtet sich nach modernen Marketing gesichtspunkten und das Erscheinungsbild hat nichts mehr mit den „Muckibuden“ der 1980er
zu tun.

 

Immer noch unterschätzt:
Der Kostenfaktor „Energie“ Nun ist das Fitnessstudio auch ein System, in dem die Betreiber sorgfältig auf alle Kostenfaktoren schauen müssen, wenn sie auf Dauer wirtschaftlich arbeiten
wollen. Neben den Personal- und den Raumkosten sind die Energiekosten ein wesentlicher Faktor, mit dem der Erfolg stehen oder fallen kann.


Die Energiekosten verteilen sich auf Strom und Wärmeversorgung:


1) Auf die Stromversorgung entfallen ca. 65 % der Energiekosten:

  •  Allgemeine Bereiche wie PCs,

  • Ladegeräte, Drucker, Kühlschränke und Fitnessgeräte, etc.

  •  Beleuchtung

  •  Bereitstellung sauberer Luft, d.h. Lüftungs-, Entfeuchtungs-, Klimageräte und -anlagen

  • In seltenen Fällen Wassererwärmung mit Strom

  • Bereitstellung der Saunawärme für den Wellnessbereich

2) Die Wärmeversorgung, die die restlichen ca. 35 % der Energiekosten ausmachen:

 

Bereitstellung des Legionellenfreien warmen Trinkwassers für Duschen und Waschbecken und Raumerwärmung der Innenräume  Fitnessfläche, Kurs- und Schulungsräume, Nassbereich.

 

Die beiden Säulen Stromkosten und Wärmeversorgung bestimmen den Energieverbrauch maßgeblich.

 

Beide Kostenfaktoren machen etwa 4 – 8 % des Monatsumsatzes aus.

Ein Studio,das im Jahr eine Mio. Euro Umsatzmacht, hat in der Regel folgende Energie kosten: 40 – 50.000 Euro Stromund 20 – 30.000 Euro Wärmekosten.

 

Diese Werte aus den Studiobereichenergeben sich aus Funktion der Räume eines Studios. Sie sind Durchschnittswerte der von uns untersuchten Studios im Premiumbereich.

 

Steigende Energiekosten in Fitness- & Gesundheitsstudios lassen sich klar zu den oben genannten Bereichen zuordnen und die sind in der Regel nicht auf dem neuesten Stand der Technik.

 

Die schlimmsten Geldfresser
Die technischen Anlagen reagieren nur selten automatisch auf die Forderungen
aus dem Fitnessstudio und nur sehr wenige der Energieverbraucher sind automatisiert.

 

Viel zu viel Handarbeit ist nötig und wird von den Verantwortlichen – Mitarbeiter oder Be -treiber selbst – schlichtweg vergessen. Die Liste der Fehler ist lang. Die wichtigsten, bzw. schlimmsten, d.h.kostenintensivsten Fehler wollen wir nachfolgend für Sie herausarbeiten.

 

Fehlerhafte Nachabsenkung der Heizung
Eine Nachtabsenkung für die Heizung fehlt in zu vielen Studios – und wenn sie vorhanden ist, funktioniert sie zu häufig fehlerhaft.

 

Das bedeutet, dass die Heizsysteme Tag und Nacht durcharbeiten, ohne darauf Rücksicht zu  nehmen, ob überhaupt und, falls ja, wie viele Mitglieder überhaupt gerade im Studio trainieren.
Hier werden bis zu 30 % der genannten Wärmekosten aus dem Fenster geschleudert, bis zu 10.000 Euro im Jahr wurden hier schon entdeckt.


Abhilfe würde hier eine vom Profii ndividuell auf das Studio eingestellte Heizungsregelung schaffen.

 

Trinkwasseraufbereitung arbeitet falsch
Die Warmwasserbereiter, die wir mit unseren Computern untersucht haben, zeigten vielfältig merkwürdige Erscheinungen auf: Die Anlagen wurden so heiß betrieben, teils über 90°C, dass
sogar ein Verbrühschutz eingebaut werden musste.

Ursache hierfür sind zu kleine Querschnitte in den Versorgungsleitungen.
Diesen Engpass wollen Handwerker in der Regel durch hohe Temperaturen kaschieren. Mehrfach kam es vor, dass sich Mitglieder deswegen am zu heißen Wasser verletzten
und deshalb ein Verbrühschutz eingebaut wurde.


Das bedeutet, dass durch fehlende Fachkenntnis der beauftragten Firmen falsche Bauteile für die Warmwasserbereitung eines Fitnessstudios und seiner speziellen Voraussetzungen eingebaut wurden. Hier rächt es sich besonders, unter der Hand zu arbeiten, anstatt einen Branchen-Profi zu beauftragen. Oft wurde daraufhin jahrzehntelang zu viel für die Warmwasserbereitstellung bezahlt.
Wir konnten hier Einsparpotentiale bis zu 8.000 Euro pro Jahr ermitteln.

Alle Lampen brennen immer
In einigen Fitnessstudios brennen alle Lampen immer, obwohl bestimmte Räume noch gar nicht genutzt werden.
Beispiel: Durch eine Echtzeit-Strommessung konnten wir mehrfach auf -decken, dass Reinigungsfirmen die gesamte Studiobeleuchtung ab 4.00 bis 8.00 Uhr leuchten lassen. Dies kostet den Betreiber jährlich bis zu 3.000  Euro zusätzlich.


Besonders teuer sind solche Fehlerfür Betreiber, die immer noch keine Bewegungsmelder einsetzen, von fehlender LED-Technik ganz zu schweigen.

 

Lüftungsanlage läuft ununterbrochen

 

Sehr große Einsparpotentiale haben Lüftungsanlagen – insbesondere für
Studios ab ca. 1.700 m² Fläche und aufwärts. Von 200 Studios haben nur etwa zwei bis drei überhaupt eine Lüftungssteuerung, die auf den Bedarf der Mitglieder und Mitarbeiter eingeht.
Immer noch ist Handarbeit angesagt statt Automation.

 

Anstatt den Stoffwechsel der Trainierenden durch viel Sauerstoff im Studio anzuregen, werden
die Anlagen aus „Kostengründen“ im WINTER (!!!) heruntergeregelt. Im Sommer wird dann gerne vergessen, die Lüftungsanlage auszuschalten.

 

Ergebnis: Die Lüftungsanlage läuftununterbrochen, obwohl sie nur inSpitzenzeiten voll laufen müsste.Negativbeispiele gibt es viele. Einsparpotentialevon 5.000 – 15.000 Europro Jahr wären je nach Studioauslastungmöglich.

 

Lüftungsanlagen bergen aber nicht nur ein riesiges wirtschaftliches Einsparpotenzial,sie sind auch maßgeblichfür die Gesundheit, die Leistungund das Wohlbefinden der trainierendenMitglieder.

 

 

Die Außenluft hat 400-500 ppm CO2(ppm = parts per million, zu Deutsch„Teile von einer Million“). 1.400–1.600ppm entsprechen dem Grenzwert inSchulen und Sportanlagen.

 

Werte darüber, also mit eine Kohlendioxidkonzentrationvon über 1.600 ppm, haltendeutsche Schulbehörden für gesundheitlichbedenklich. In Fitnessstudiosgemessen haben wir aber bis über4.000 ppm CO2 (!!!) in der Raumluft!

 

Keine intelligente Saunasteuerung
Besonders heftig schlagen die Stromkosten im Saunabereich zu Buche.

 

Studios mit mehr als einer Sauna haben hier Kosten von bis zu 25.000 Euro im
Jahr.
Die alternden Saunasteuerungen werden zu 99 % von Menschen bedient und zwar nach dem Motto: Einbauen, Einschalten, Vergessen.

 

Sehr krasse Beispiele haben wir in den Sommermonaten erlebt, bei denen die Sauna -
öfen ununterbrochen durchlaufen, ob -wohl stundenlang kein einziges Mitglied sauniert.

 

Hier helfen nur noch automatische Anwesenheitskontrollsysteme, die die Sauna herunterfahren, wenn kein Be trieb ist (Standbybetrieb mit Schnelllaufheizung).
Hierfür haben wir gemeinsam mit und speziell für Fitnessstudios Heizsysteme entwickelt.

 

Katastrophale BHKW-Laufzeiten
Durch diese zahlreichen Kostenfallen, gerade beim Stromverbrauch, sah sich die Branche „Erneuerbare Energien“ in der Lage, den Fitnessstudios BHKWs, d.h. stromerzeugende Heizungen zu verkaufen.

 

Deren Ziel ist es, Strom und Wärme selber zu erzeugen.
Die vergleichsweise hohen Investitionskosten für diese BHKWs tragen dann dazu bei, dass solche Anlagen möglichst Tag und Nacht sowie im Sommer und im Winter laufen, damit
sie sich schneller amortisieren.

 

Für den wirtschaftlichen Betrieb wären demnach Maschinenlaufzeiten von 7.000 bis 8.000 Betriebsstunden im Jahr erforderlich. Gefunden haben wir stattdessen Maschinenlaufzeiten von 4.000 Stunden.


Erhöht man die Laufzeit von 4.000 auf 7.000 Betriebsstunden im Jahr, was meistens schon durch kleinere Korrekturen möglich ist, so kann die Anlage pro Jahr leicht mehr Strom produzieren – oft zu einem Gegenwert von 3.000- 4.000 Euro.

 

Professionelles Energiemanagement
Haben Sie mitgerechnet? Nur durch ein paar wenige Maßnahmen können
in Studios ca. 29.000 bis 41.000 Euro im Jahr eingespart werden.


Die von uns durchgeführten Beratungen und Audits haben leider gezeigt, dass die Bemühungen der Betreiber allein nicht ausreichend sind, weil die ergriffenen Maßnahmen zu
pauschal sind und nicht zielgerichtet durchgeführt werden können – es fehlen schlicht exakte Messungen und Auswertungen.


Studios brauchen eine Professionalisierung ihres Energiekosten-Managements. Das kostet Geld, ja, aber diese Kosten sind weit niedriger als die möglichen Einsparungen pro Jahr.

 

Jeder der genannten Bereiche muss auf sein Einsparpotenzial ausgemessen werden.

 

Dafür gibt es Verfahren und Tools, diespeziell hierfür entwickelt wurden.

 

Diese Messsysteme können wir in drei Gruppen unterteilen:

1. Heizungs-EKG

2. Strommessung für Sauna, Lüftung und Licht

3. CO2- und Klimamessung auf Fitnessfläche,im Kursraum und im Nassbereich

 

Anhand dieser verschiedenen Messungenkann für jedes Studio ein maßgeschneidertes Energiemanagemententwickelt werden. Geldvernichtende Defizite können durch dieses Energiemanagementüber einen Zeitraum vondrei bis vier Jahren unter fachlicherBetreuung sukzessive abgebaut werden

 

Das Zauberwort für effizientes und nachhaltiges Energiemanagement heißt „externe Datenerfassung“ und zwar bei allen wesentlichen bzw. relevanten Parametern sowie die Steuerung durch einen Profi.

 

Parallel dazu sollten Studios auch investieren und – wie in anderen Bereichen auch – neueste
Technik installieren.


Einsparpotenziale ermitteln

 

Welche Maßnahmen führt ein professioneller Energiemanager durch, um die Einsparpotenziale in Studios zu ermitteln?  

 

Der Stromkosten-Check

Für die allgemeinen Bereiche wie PCs,Drucker, Kühlschränke und auch die Fitnessgeräte wird eine Echzeit-Strommessung durchgeführt, ebenso für die Beleuchtung, die Lüftungsanlage und die Bereitstellung der Saunawärme

 

Was sind „Echtzeit-Messungen“?
Die Echtzeit-Messungen bzw. -EKGs melden zu jeder Tages- und Nachtzeit etwaige
Abweichungen vom Sollwert und melden sofort Fehlbetrieb und Störungen, vergleichbar
mit einem Langzeit-EKG bei uns Menschen. 

 

Um festzustellen, wie Bereitstellungsauberer Luft verbessert werden kann,wird bei Lüftungs-, Entfeuchtungs- und Klimageräten sowie -anlagen außerdem eine Echtzeit-CO2-Messung durchgeführt.

 

Für die Ermittlung von Einsparpotenzialenbei der Bereitstellung der Saunawärme für den Wellnessbereich wird darüber hinaus noch eine Temperaturmessung und eine Anwesenheitserfassung vorgenommen.

 

Der Wärmeversorgungs- Check

Einsparpotenziale bei der Wärmeversorgung werden durch ein Echtzeit- Heizungs-EKG nach DIN ermittelt für Bereitstellung des legionellenfreien warmen Trinkwassers für Duschen und Waschbecken. Ebenso für die Raumerwärmung der Innenräume, Fitnessfläche, Kurs- und Schulungsräume sowie Nassbereiche, für die zusätzlich noch jeweils die Raumtemperatur und die Raumfeuchte ermittelt wird. 

 

Weitere Maßnahmen zurSenkung der EnergiekostenViele Studios haben im Praxistest be -wiesen, wie Energiekosten durch effektiveMaßnahmen um überraschendhohe Beträge gesenkt werden können.

 

Wir wollen klar machen, dass die Professionalisierung der Branche sich nicht ausschließlich auf die Kernkompetenzen Fitness, Training undGesundheit beschränken kann, sondernauch andere wichtige Bereicheumfassen muss.  Und zur Imagebildung trägt ein CO2-sparendes Energiemanagement aufjeden Fall bei Holger Roswandowicz

 

 

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